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Klaus Alexander Däniker 

6.12.1930–5.10.2009

Der in Bern geborene Maler, Zeichner, Collagist und Grafiker war für zahlreiche Freunde und Bewunderer seiner Kunst, Künstler, Kritiker, Fachleute, nicht nur lokal in Zürich ein Begriff, der Radius seiner künstlerischen Tätigkeit reichte über die ganze Schweiz bis weit ins Ausland und sogar nach Übersee. Unzählige Presseartikel bezeugen, wie aktiv und weitum bekannt der vielgereiste Künstler war.

Hervorzuheben ist ein spezifischer Schwerpunkt seines Schaffens, nämlich als Grafiker der sein Handwerk in- und auswendig beherrschte. Viele junge Künstler erlernten bei Däniker das Know-how des Hoch- und Tiefdrucks.

 

Bei S.W. Hayter und J. Friedländer in Paris, in Bern, Zürich, Salzburg und London ausgebildet, schuf er in den 60er Jahren vielbeachtet Mehrfarbradierungen und Holzschnitte, heute im Besitz bedeutender europäischer Museen. 1958 bis 1967 leitete er die Graphische Werkstatt für Lithographie und Radierung in Zürich. Er nahm an über 40 internationalen Grafikausstellungen teil.

Auch als Maler und Collagist hatte er im In- und Ausland Erfolg und war auch mit Kunst am Bau in Zürich und in der Schweiz bekannt. Stilistisch bezog er seine Anregungen aus der klassischen Moderne, vom Kubismus, Dada, Surrealismus und den Kunstströmungen der Nachkriegszeit: Tachismus, Informel, Abstraktem Expressionismus. Zuerst rein abstrakt orientiert, vertrat er nach 1975 eine Mischung von Figurativem und Abstraktion.

Klaus Dänikers Stil ist im Wesentlichen aber der eines Einzelgängers und auch von weithin erkennbar. Er unterliess nie das rasche frische Skizzieren nach dem Leben, um neue Ideen festhzuhalten, wie es die kleinen Skizzenbücher bezuegen. Der Künstler schöpfte aus allem, was Leben und lebendig war, aus Körper und Landschaft, Form, Farbe und Licht, unter Einbezug von Inspirationen aus der modernen, atonalen Musik, und ohne das einmal Errungene an Können Grundlagenwissen über Kunst fallenzulassen, jedoch auch frei und kühn genug, um auch Experimente zu wagen – etwa mit Bildern, die teils an den Kubismus, teils an Modigliani und an Peinture naive erinnern.

Klaus Däniker war an unzähligen Ausstellungen vertreten, und zahlreiche bedeutende Sammlungen wie das Kunsthaus Zürich, die Graphische Sammlung der ETH in Zürich sind seit langem schon im Besitz einer ganzen Anzahl einiger seiner besten Arbeiten. Der Künstler, der im Jahre 1956 nach Zürich umsiedelte, arbeitet seit seinen Pionierjahren 1956 bis an sein Lebensende 2009, unermüdlich an kreativer Phantasie, in seinem Atelier an der Limmattalstrasse 382 in Zürich-Höngg.